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Köppen meldet sich mit Blitz-Einstand zurück

Was für ein Einstand für Enrico Köppen. Fünf Minuten stand er in seinem ersten Oberliga-Spiel für den FC Rot-Weiss Koblenz auf dem Platz und direkt zeigte der Angreifer seine Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor. Beim 3:0 (1:0)-Auswärtssieg von RWK bei den Eisbachtaler Sportfreunden erzielte Köppen den Treffer zum Endstand und stimmte anschließend im Mannschaftskreis die „Humba“ an. Rot-Weiss feierte im vierten Saisonspiel seinen dritten Sieg und hat sich vorübergehend in der Spitzengruppe der Tabelle behauptet. „Eine schöne Momentaufnahme“, kommentierte Trainer Fatih Cift, der die Bäume nicht in den Himmel wachsen lassen will. „So gut für ganz vorn sind wir nicht. Da gibt es andere Teams“, ergänzte er.
Die Gäste begannen auf dem Nentershausener Kunstrasenplatz dominant und hatten das Spiel in der ersten halben Stunde fest im Griff. Eisbachtal stand tief und kam nur selten mit längeren Ballstafetten nach vorn. Absolut verdient führte die Cift-Elf nach einer Viertelstunde mit 1:0 durch Mohannad Saed. Vor der Pause wurden die Einheimischen etwas mutiger, und besaßen danach sogar einige Hochkaräter, um mindestens auszugleichen. Wenn nicht sogar mehr. „Wir hatten zwar auch noch unsere Aktionen, haben in der zweiten Halbzeit aber komplett den Faden verloren. Wenn wir unseren Fahrplan verlassen, bringen wir jeden Gegner zurück ins Spiel“, beschrieb Cift die zweite Halbzeit. „Eisbachtal war dem 1:2-Anschlusstreffer näher als wir den 0:3.“ Rot-Weiss-Schlussmann Franjo Serdarusic parierte zweimal glänzend, einmal rettete Kapitän Almir Ahmetaj mit dem Kopf knapp vor der Linie, einen Alleingang schoss Eisbachtals Jonas Kahles im Eins-gegen-Eins mit Serdarusic am Tor vorbei und bei Max Olbrichs Schlenzer befand sich die Latte im Weg. Das 2:0 durch Phil Thieltges‘ satten Distanzschuss fiel mitten die gute Phase der Westerwälder. Franck Kouentchi und der vor allem im Spiel gegen den Ball großartig kämpfende Mykhailo Ponamarov bereiteten auf der rechten Seite vor, Eisbachtals Klärungsversuch landete vor Thieltges‘ Füßen.
Auch wenn der Tabellenletzte am Ball blieb, war das Spiel damit vorentschieden. Köppens spätes und besonderes Tor machte den Nachmittag für die „Elf vom Deutschen Eck“ rund. Wenngleich der Trainer vor allem wegen der zweiten Halbzeit warnte: „Wenn wir von unserem Fahrplan abrücken, laufen wir Gefahr jede Mannschaft ins Spiel zurückzuholen. Und so schlecht, wie Eisbachtal in der Tabelle steht, sind sie nicht. Aber wir sind auch nicht so gut.“

Koblenz: Serdarusic, Shepard, Saed (71. Oriyama), Yamahara (85. Yamahara), Esten, Iwata, Ponamarov, Thieltges, Ahmetaj, Kouentchi (71. Todate), Matsui (79. Ghebrezghi).
Tore: 0:1 Mohannad Saed (16.), 0:2 Phil Thieltges (67.), 0:3 Enrico Köppen (90.).