Startseite > Aktuelles > Ein Spielschrank voller Hoffnung
Es gibt Tage, an denen Fußball für einen Moment in den Hintergrund rückt. Tage, an denen es nicht um Tore, Punkte oder Tabellen geht, sondern um Menschlichkeit, Zusammenhalt und darum, anderen in einer schweren Zeit ein kleines Stück Freude zu schenken. Ein solcher Tag war heute für den FC Rot-Weiss Koblenz.
Gemeinsam mit einer kleinen Delegation unserer 1. Mannschaft haben wir heute der Elterninitiative krebskranker Kinder Koblenz e.V. (EIKKK) einen neuen Spielschrank mit Spielen, Büchern und weiterem Beschäftigungsmaterial für die Kinderonkologie im Kemperhof gesponsert, aufgebaut und übergeben. Vor Ort begleitet wurde die Übergabe unter anderem von Tina Wahlen von der EIKKK sowie Dr. med. Stephan Lobitz, MSc., Chefarzt der Pädiatrischen Hämatologie und Onkologie am Kemperhof. Die EIKKK unterstützt seit 1989 krebskranke Kinder, Jugendliche und deren Familien und engagiert sich unter anderem auch für die kindgerechte Ausstattung der Station.
Der neue Spielschrank soll den Kindern auf Station künftig kleine Momente der Ablenkung, Freude und Normalität schenken. Gerade in einer Umgebung, in der Sorgen, Ängste und belastende Behandlungen zum Alltag gehören, sind es oft genau diese Dinge, die einen Unterschied machen: ein Spiel, ein Buch, ein kurzer Moment des Lächelns, ein kleines Stück Kindheit mitten in einer schwierigen Zeit.
Besonders wichtig ist uns dabei auch der Hintergrund dieser Übergabe:
Die heutige Aktion ist ein Teil unserer Weihnachtsaktion aus dem vergangenen Jahr. Damals haben unsere Mannschaft, unser Trainerteam und unser Staff gemeinsam Geld gesammelt, um damit Gutes zu tun. Ein Teil dieser Aktion wurde bereits im Dezember mit der Wunschbaumaktion der Galeria Kaufhof umgesetzt, über die wir bereits separat berichtet haben. Mit der heutigen Übergabe konnte nun ein weiterer Teil dieser gemeinsamen Spendenaktion sinnvoll und mit viel Herz eingesetzt werden. Die Organisation und Koordination der Aktion übernahm seitens des FC Rot-Weiss Koblenz Sascha Heilig, Teammanager der 1. Mannschaft.
In diesem Zusammenhang möchten wir uns auch von ganzem Herzen bei Holger Göbel von Brandschutz Göbel bedanken. Mit seiner Spende in Höhe von 400 Euro hat er diese Aktion ganz wesentlich mit ermöglicht. Solche Unterstützungen sind alles andere als selbstverständlich. Umso dankbarer sind wir für diese Hilfe, die dazu beigetragen hat, Kindern und ihren Familien auf Station eine echte Freude zu machen.
Doch damit nicht genug: Im Anschluss an die Übergabe durfte der FC Rot-Weiss Koblenz auch den heutigen Pizzatag auf Station unterstützen. Dabei konnten sich die auf Station liegenden Kinder und ihre Angehörigen bei einem Lieferdienst genau das Essen bestellen, worauf sie Lust hatten. Unsere Spieler brachten die Bestellungen anschließend persönlich in die Patientenzimmer. Den „Pizzatag“ beschreibt die EIKKK selbst als ein Angebot, das Familien auf Station ein wenig Abwechslung und Freude im Klinikalltag schenken soll.
Auch das war ein Moment, der berührt hat. Denn manchmal sind es nicht die großen Gesten, sondern die kleinen Aufmerksamkeiten, die besonders viel bedeuten. Ein Lieblingsessen. Ein persönlicher Besuch. Ein kurzes Gespräch. Eine liebevolle Geste. Dinge, die vielleicht klein wirken, für die betroffenen Kinder und Familien aber viel Kraft geben können.
Für uns als FC Rot-Weiss Koblenz war dieser Tag eine echte Herzensangelegenheit. Als Verein möchten wir nicht nur auf dem Platz Verantwortung übernehmen, sondern auch daneben. Wenn wir mit einer solchen Aktion ein wenig Freude schenken, Hoffnung geben oder einfach für einen kurzen Moment ein Lächeln ins Gesicht zaubern können, dann ist das weit mehr wert als jedes sportliche Ergebnis.
Unser Dank gilt der EIKKK Koblenz, Tina Wahlen, Dr. med. Stephan Lobitz, MSc., dem gesamten Team vor Ort im Kemperhof sowie allen, die unsere Weihnachtsaktion unterstützt haben. Der heutige Tag hat einmal mehr gezeigt, was entstehen kann, wenn Menschen zusammenhalten und gemeinsam helfen wollen.
Rot-Weiss steht zusammen – auf dem Platz und weit darüber hinaus.