RWK dreht das Spiel in Mainz

Der zweite Pflichtspielsieg des Jahres 2022 ist da, und er kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Der FC Rot-Weiss Koblenz hat das Sechs-Punkte-Spiel im Kampf um den Klassenverbleib in der Fußball-Regionalliga Südwest beim TSV Schott Mainz nach einem 0:1-Pausensrückstand noch mit 2:1 für sich entschieden. „Nach einer schwachen ersten Halbzeit hat die Mannschaft eine super zweite Hälfte gezeigt. Sie war gut mit dem Ball, die Spieler haben ihre Positionen gehalten und eine ganz andere körperliche Präsenz gezeigt“, sagte Trainer Heiner Backhaus nach dem Sieg gegen den Tabellenletzten, den RWK im Hinspiel mit dem gleichen Ergebnis bezwungen hatte.
Die Gäste taten sich in der ersten Halbzeit schwer, fanden nicht ins Spiel und in der Defensive keinen Zugriff auf die Mainzer, die über die beiden Flügel einige Akzente setzten. Nach einer Viertelstunde ergaben sich als Konsequenz daraus die ersten Schott-Chancen. Christian Hahn flankte und Rei Okada legte mit viel Übersicht per Kopf auf Jost Mairose ab, dessen Schuss Baboucarr Gayé zum Eckstoß klärte (15.). Nur drei Minuten später zog Sho Sannomiya über Halblinks in den Koblenzer Strafraum ein und traf das Außennetz. Im unmittelbaren Gegenstoß initiierte Jakob Lemmer die einzige gefährliche Rot-Weiss-Aktion vor der Pause. Er legte den Ball an Schlussmann Jonas-Janko Weyand vorbei, aber die Kugel kullerte knapp am Ziel vorbei.
Absolut verdient fiel die Führung für die Einheimischen. Sannomiyas Hereingabe kam bei Christian Hahn an, der sich im Luftduell behauptete und das 1:0 erzielte (25.). RWK-Trainer Backhaus schickte sein Ersatzpersonal zum Warmmachen und reagierte schnell. Marko Stojanovic ersetzte Maurice Buckesfeld. Nach einer Umstellung vom 3:4:3- auf ein 4:3:3-System kam Koblenz besser ins Spiel. Dazu trugen auch drei weitere Wechsel zur Pause bei. Unter anderem bewies Backhaus mit der Einwechslung von Felix Käfferbitz ein glückliches Händchen. „Die Spieler, die in der zweiten Halbzeit auf dem Platz standen, haben in der Kabine gut zugehört“, sah er seine taktischen Vorgaben anschließend viel besser umgesetzt. Rot-Weiss übernahm die Spielkontrolle und drehte das Ergebnis. Käfferbitz glich in der 51. Minute zum 1:1 aus und bereitete in der 78. Minute den Siegtreffer von Dominic Duncan vor.
Die Landeshauptstädter hatten nicht mehr viel entgegenzusetzen, auch mit ihrer Schlussoffensive konnten sie die „Elf vom Deutschen Eck“ nicht mehr unter Druck setzen. Koblenz war durch Marko Stojanovic und Ioannis Maroudis dem dritten Treffer näher als Schott dem Ausgleich.

Mainz: Weyand - Schwarz (81. Bakirsu), Raltschitsch, Ahlbach - Okada (73. Lihsek), Mairose, Portmann (73. Fring), del Vecchio, Schlosser - Hahn (81. Rimoldi), Sannomiya (61. Celik).
Koblenz: Gayé - Spang, Buckesfeld (32. Stojanovic), Duncan - Ekallé (46. Turp), Regäsel (46. Käfferbitz), Bender, Ceylan (46. Jakob) - Lemmer, Maroudis, Crosthwaite (77. Ghandour).
Schiedsrichter: Felix Prigan (Deizisau).
Zuschauer: 200.
Tore: 1:0 Christian Hahn (25.), 1:1 Felix Käfferbitz (51.), 2:1 Dominic Duncan (78.).

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