Koblenz ärgert sich über knappe Niederlage

Im fünften Punktspiel des Jahres in der Fußball-Regionalliga Südwest hat es nun auch zum ersten Mal den FC Rot-Weiss Koblenz erwischt. Nach einem Sieg und drei Unentschieden verlor die „Elf vom Deutschen Eck“ ihr Auswärtsspiel beim FC-Astoria Walldorf mit 1:2 (0:1).
„Unsere Leistung war deutlich besser als vor einer Woche beim 2:2 gegen Kassel“, verglich Trainer Heiner Backhaus die Vorstellung seiner Mannschaft mit dem jüngsten Heimauftritt. Dass es nicht zu drei Punkten reichte, war an drei Situationen in dieser Partie vor 300 Zuschauer festzumachen. Situation 1: Maximilian Waack erzielte in der 29. Minute das 1:0 für Astoria aus ganz spitzem Winkel von der linken Seite. Waack überraschte RWK-Schlussmann Baboucarr Gayé, der mit einem Querpass in die Mitte rechnete. Stattdessen fand der Ball den Weg in die kurze Ecke. Situation 2: Jakob Lemmer kam im Pressing beim Versuch den Ball zu erreichen ein Schritt zu spät gegen einen Walldorfer Verteidiger, traf diesen und bekam von Schiedsrichterin Karoline Wacker die Ampelklarte gezeigt. „Das war eine mehr als zweifelhafte Entscheidung. Außerdem war es erst Jakobs zweites Foulspiel in dieser Partie. In solch einer Situation muss ein Schiedsrichter mehr Fingerspitzengefühl beweisen“, kommentierte Backhaus die Szene aus der 49. Minute. Situation 3: Ein Walldorfer spielte den Ball im eigenen Strafraum beinahe in Volleyball-Manier innerhalb von Sekundenbruchteilen mit beiden Händen, aber der Elfmeterpfiff blieb aus.
„Wir haben in 90 Minuten nicht viel zugelassen. Umso bitterer war der individuelle Fehler, der zum Rückstand führte“, haderte der Koblenzer Trainer. Neben den beiden Treffern besaß Andreas Schön in der zwölften Minute noch eine Astoria-Gelegenheit, die Gayé vereitelte. Viel mehr Gefährliches entstand nicht vor dem Rot-Weiss-Tor.
Das 1:0 hatte nur fünf Minuten Bestand. Dann brachte Gäste-Kapitän Quentin Fouley einen Freistoß von der rechten Seite in den Walldorfer Strafraum, wo der aufgerückte Innenverteidiger Dominic Duncan seine Kopfballstärke ausspielte und einnickte. Jakob Lemmer hätte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte das Ergebnis fast gedreht, aber Keeper Luis Idjakovic war auf dem Posten.
Im zweiten Durchgang traf der beschriebene Platzverweis gegen Lemmer die Gäste schwer, die danach abwartender agierten, auf Konter lauerten und sich nach gut einer Stunde den zweiten, entscheidenden Gegentreffer einfingen. Wie schon beim 1:0 bereitete Tim Fahrenholz vor, wieder vollendete Waack. RWK investierte danach noch einmal alles, kam jedoch nicht mehr zurück. „Wir sind enttäuscht über diese Niederlage. Sie war total unnötig. Wir haben nicht so konzentriert angefangen, wie man das in Wallldorf gegen eine sehr eingespielte und technisch starke Mannschaft sein müsste. Unsere stärkste Phase hatten wir nach dem Ausgleich“, schilderte Heiner Backhaus seine Sicht der Dinge.

Walldorf: Idjakovic, Goß, Hauk, Stich, Becker, Fahrenholz (75. Oelsner), Lässig, Hillenbrand, Schön (79. Politakis), Waack (90. Dinger), Antlitz.
Koblenz: Gayé - Weidenbach, Buckesfeld (70. Käfferbitz), Duncan - Ekallé (80. Jakob), Fouley, Regäsel (59. Spang), Stojanovic - Maroudis (80. Bender) - Lemmer, Crosthwaite (80. Breitfelder).
Schiedsrichterin: Karoline Wacker (Marbach am Neckar).
Zuschauer: 300.
Tore: 1:0 Maximilian Waack (29.), 1:1 Dominic Duncan (34.), 2:1 Maximilian Waack (67.).
Besonderheit: Gelb-Rot gegen Koblenz‘ Jakob Lemmer (49., wiederholtes Foulspiel).

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