1:1 gegen Offenbach: RWK nimmt weiterem Favoriten einen Punkt ab

Es war der nächste Beweis dafür, dass die Mannschaft des FC Rot-Weiss Koblenz in jedem Spiel an sich glaubt – auch wenn der Gegner auf dem Papier ein viel größeres Kaliber ist. So war es schon bei den Siegen über den FSV Frankfurt und den FC Homburg, so war es auch am Samstag beim 1:1 (1:1) im Stadion Oberwerth gegen die Kickers Offenbach vor 720 Zuschauern.

„Wir hatten in der ersten Halbzeit einige Ballbesitzphasen, in denen uns Offenbach mit weniger Druck angelaufen hat als wir es erwartet hatten“, zeigte sich RWK-Trainer Heiner Backhaus fast schon überrascht über die einigermaßen abwartende Ausrichtung der Hessen. Die Folge: Koblenz hatte noch einige Kraftreserven, als der OFC im zweiten Abschnitt allmählich den Druck erhöhte. „Insgesamt war das Ergebnis nicht unverdient. Wir haben vielleicht sogar eher zwei Punkte verloren“, schilderte Backhaus seine Eindrücke.

Offenbachs Coach Sreto Ristic sprach bei der Ursachenforschung nach dem für die Kickers-Ansprüche nicht zufriedenstellenden Remis von „Pässen, die nicht mit genug Druck gespielt wurden“, einer Koblenzer Mannschaft, „die schwer zu bespielen ist“ und einem „stumpfen, unbewässerten Rasen“, der ein Nachteil für die Gäste gewesen sei.

Die mutigen Koblenzer bestimmten die Anfangsphase, während Offenbach kaum zur Geltung kam. Ihre erste Möglichkeit besaß die Elf vom Bieberer Berg nach 25 Minuten, und diese führte prompt zum 0:1. Neuzugang Rafael Garcia flankte auf Lucas Hermes, dessen Schuss Baboucarr Gayé noch parierte, aber der Nachschuss von Dejan Bozic zappelte im Netz. Wenn Ronny Marcos in der 39. Minute auf 2:0 erhöht hätte – und das befand sich bei seinem von Gayé mit dem Fuß parierten Schuss durchaus im Bereich des Möglichen –, wäre es für die Rot-Weißen wohl schwer geworden. Aber so blieb alles offen, und nur drei Minuten später feierte der vom FC Bayern Alzenau gekommene Nils Fischer sein erstes Regionalliga-Tor im Koblenzer Dress (Foto). Jakob Lemmer, die RWK-Leihgabe aus Offenbach, flankte und Fischer köpfte ein.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit spielten die Gastgeber selbstbewusst und zeigten keine Angst vor dem Favoriten. In einer Phase ohne klare Einschussgelegenheiten erhöhten die Hessen gegen Ende hin zwar die Frequenz, aber die wacker kämpfende Backhaus-Elf, die ihrerseits nach einer Flanke von Osman Atilgan und einem abgeblockten Schuss Henry Jon Crosthwaites noch einmal nennenswert in Erscheinung trat (79.), hielt sich nach dem Bozic-Treffer schadlos, und nachdem auch der letzte Kickers-Angriff über Christian Stark und mit dem verzogenen Weitschuss Elsamed Ramaj nichts eingebracht hatte, war die nächste rot-weiße Überraschung in dieser Saison perfekt.

Koblenz: Gayé – Spang, Weidenbach, Ghandour – Bender – Ekallé (57. Ceylan), Crosthwaite, Fouley, Stojanovic (76. Koljic) – Lemmer (70. Käfferbitz), Fischer (76. Atilgan).

Offenbach: Flauder, Vetter (46. Breitenbach), Zieleniecki, Karbstein, Marcos (51. Tuma) – Deniz, Okungbowa – Hermes (70. Ramaj), Bojaj (74. Stark), Garcia (70. Huseinbasic) – Bozic.

Schiedsrichter: Felix Prigan (Deizisau)

Zuschauer: 720.

Tore: 0:1 Dejan Bozic (25.), 1:1 Nils Fischer (42.).

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